Erwachsene

Hilfe Sommerferien ! 6 Wochen – 24/7 – 4 Kinder !!!

20. Juli 2018

Super – Die Sommerferien sind endlich da…

Wir sind wieder mal die Letzten. Bekanntermaßen beginnen in Bayern die Sommerferien erst, während die Anderen -zum Beispiel die Hessen- schon wieder am schulischen Schreibtisch sitzen. Wir ziehen es hinaus. Doch irgendwann ereilt es uns trotzdem: sechs Wochen ohne Fremdbetreuung. Selbst und alleiniglich verantwortlich für das Wohlbefinden des eigenen Sproß‘. Sechs Wochen… Nächste Woche geht es los.
Ab der dritten Woche nach den Pfingstferien merkt man die zunehmende Gelassenheit bei Erziehern und Lehrern. Es tritt das verschmitzte Lächeln auf bei der Frage „Na, fahrt Ihr weg in den Ferien?“. In Wahrheit heißt das „Ja viel Spaß mit Eurer Brut! Ich hab nun frei und Ihr kümmert Euch mal selbst um das, was Ihr erzeugt habt!“

Sommerferien bei den Großeltern? Klappt familiäre Fremdbetreuung?

Es gibt viele Eltern, die ihre Kinder in den Ferien zu Omi und Opi auf’s Land schicken. Das finde ich ein ganz wunderbares Konzept. Endlich bekommen die Kinder Auslauf, lernen, dass Kühe nicht wirklich lila sind und erleben Orte an denen es weder ein Kino noch einen McDonalds gibt. Erinnerungen an die eigene Kindheit werden laut und früher war ja bekanntlich immer Alles besser. Also auf auf’s Land. Doch gibt es in bestimmten Fällen Hürden. Zum Beispiel, dass die Mutter von einst nun als Großmutter die erzieherischen Pflichten „anders“ wahrnimmt.

Wurde früher darauf geachtet, dass die eigenen Kinder seltenst fernsehen (wir hatten auch nur drei Programme), gilt es heutzutage als konform den Enkeln das iPad zur Selbstbeschäftigung unter die Nase zu halten. Durften wir nur Wasser, Saft und Milch trinken, versteht die Omi den gierigen Blick des Babys auf das Bier als Aufforderung diesem ein „klitzekleines Schluckerle“ zu geben „Der wollt des – des is halt a Bayer!“ Zwei Tage Omi erfordern meinerseits acht Tage Zurückführung in das normale System. Zwei Tage Omi reichen auch der Omi. „Herrschaft, sind des viele kleine Kinder. Ausschaun tut’s überall. Ois pappt!“ entrutscht es ihr gelegentlich. „Wie des nur mach’sch!“ Zugegebenermaßen änderten sich die Betreuungsbedürftigen für sie von zwei Töchtern im Abstand von fünf Jahren zu insgesamt sechs Kindern (vier Jungs!) unter 10 Jahren…
Also keine Ferien bei Omi auf dem Lande…

Wohin mit dem Kind in den Sommerferien?

Sicherlich gibt es in München zahlreiche Einrichtungen, die ein wunderbares Ferienprogramm anbieten. Doch für mich ergeben sich daraus zahlreiche Wege – keine Einrichtung nimmt gleichzeitig einen Neunjährigen, einen Sechsjährigen, eine Vierjährige und einen Halbjährigen. Und – Achtung, jetzt kommt’s-  eigentlich mag ich meine Kinder sechs Wochen um mich haben. Ich glaube das zumindest – denn es ist das erste Jahr, dass es im Sommer vier Kinder sind… Einmal Sommerferien bitte, wir kommen zu sechst. Am besten keine lange Flug- oder Autoreise. Am liebsten irgendwo, wo sich die Jungs die nassen Badehosen ausziehen dürfen ohne als pervers zu gelten. Bevorzugt dort, wo man sich über die Tischreservierung: „Einen Tisch für sechs – davon vier Kinder freut.“ Unbedingt dort, wo es eine schön-Wetter-Garantie und ein Meer gibt. Dringlich dort, wo wir es uns leisten können. Also bleibt nur das elterliche Ferienhaus in Menorca.

Sommerferien im Ferienhaus

Ja, es klingt immer toll. Doch wie schon mal beschrieben ist ein Ferienhaus einfach das Zuhause woanders. Ich koche, putze, wasche. Ich erledige die Einkäufe, weil der Mann kein Spanisch spricht („Una cerveza por favor“ ist nicht ausreichend!). Ich mache, ich tue… Und dann die Kinder… Zwei können sehr gut schwimmen. Eine macht es den Beiden nach, kann jedoch nicht schwimmen. Sie braucht „Pufferle“ (Schwimmflügel) wenn sie mit Anlauf ins Wasser rennt. Das Baby ist mobil und liebt Wasser (Gefahr!). Der Mann ist auch mobil und liebt Wasser. Und er braucht Aufgaben (Gefahr!). Letztes Jahr baute er aus alten Sonnenliegen einen Sprungturm und lehrte den Jungs Rückwärtsalti und Auerbach ins Wasser. Ich überlege wo ich den Nachweis der Auslandskrankenversicherung habe… Mittlerweile kenne ich den Weg ins Krankenhaus und weiß wo Onkel HIPP verkauft wird. Der Mann kennt die lustigen Stuttgarter Nachbarn. Die Jungs kennen die spanisch-deutschen Nachbarskinder. Die Tochter kennt die Gartenschildkröte. Das Baby kennt uns. Das klingt doch schon mal nach einer guten Basis.

Ich freue mich. Wir fahren wieder als Familie ins Familienferienhaus. Wieder werde ich kochen, putzen, waschen – doch im Sommer sind Alle bei mir. Keinen Tag ohne Nachwuchs. Wir wachsen wieder enger zusammen. Wir erleben mehr gemeinsam. Wir sind wir. Und darauf freuen wir uns.

In diesem vorfreudigem Sinne: SCHÖNE SOMMERFERIEN!

Spätestens im September kann ich Erfahrenes berichten…

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