Entdecken, Mami fährt weg

Menorca 2019 – sechs Kinder, Sternerestaurants und Notaufnahme

12. September 2019

Und immer wieder Menorca

Ja, immer wieder Menorca. Dieses Jahr mit längerer Verweildauer. Dieses Jahr mit größerem Besuch. Daher wurde im Vorfeld schon geplant. Wann gehen wir wohin? Wann muss die Babysitterin kommen? Was machen, wenn ein familienfremdes Kind nicht bei der nur etwas englisch sprechenden spanisch-japanischen Sitterin bleiben möchte? Wer muss das Auto fahren? Wer muss am nächsten morgen Brötchen holen? Es wurde geknobelt, gefeilscht, gehandelt, gedealt („Wenn ich heute Abend fahre, bringe ich aber übermorgen nicht in der Früh…“) – es wurde genossen, gegessen, getrunken, gefeiert…

Restaurants auf Menorca

Wir haben wunderbarst gegessen. Mit Kinder, ohne Kinder. Für Kinder zu empfehlen sind Bambú, Ses Forquilles, El Txoko, S’Olivera, Xuroy. Letzteres liegt wunderbar an der langgezogenen Sandstrand-Bucht von Alcaufar, an welchem die Kinder gefahrlos spielen können, bis das Essen das ist. Schnitzel gibt es zu Hause, im Urlaub darf es gerne mal ein Tintenfisch sein – auch für die Kinder. Daher sind lokale Lokale auf Menorca kein Problem. Für die Eltern bietet Menorca sehr, sehr viele sehr, sehr gute Restaurant. Zu meinen Favoriten gehören Mestre d’Aixa, Club Nautico Binisafua, Café Balear, Es Moli den Foc, Pan y Vino, Passio Mediterranea und allen voran das SMOIX. Das SMOIX ist ein fantastisches Sternerestaurant – hier entdeckte ich mein neue Lieblingsgericht: Ravioli de Cigalas. In den letzten Jahren eröffneten in alten Fincas einige tolle, für Kinder geeignete Hotels, deren Restaurants fantastisch sind, unter Anderem Torralbenc, Ses Bruixes, Experimental oder Alcaufar Vell.

Strände auf Menorca

Neben lukullischen Köstlichkeiten gibt es auf Menorca natürlich auch die schönste Strände (Son Bou). Die allerschönsten (Sa Mesquida). Das Blöde am Strand, sagt Herr Lohse, ist der Sand. Denn der ist geradezu karibisch-feinkörnig und setzt sich ÜBERALL fest. Nach zwei Stunden Beach mussten wir alle Handtücher waschen, das Auto saugen, sämtliches Spiel- und gar Lesematerial im Rasen ausschütteln, unsere Kleidung wechseln und jede Hautfalte ausspülen. Erst dann gewährte uns der penible Mann wieder Zutritt zu Haus und Hof-Pool. Ein weiterer Nachteil des Strandes auf Menorca ist das Salzwasser. Das pickt so in den Augen. Und es klebt auf der Haut. In Verbindung mit dem feinen Sand ergibt das eine Mischung, die zum großmütterlichen Ausruf „O mei, ois babbt!!“ führt. Zum Glück hilft die rustikale Strandbar samt Strandbar-Boys über die Makel feinster Sand und blauestes Meer hinweg.

Notaufnahme, Apotheke und Taxi auf Menorca

Ja – alles da. Haben Alles erprobt. Seit Jahren. Diese Jahr intensiv. Da die schiere Masse der miturlaubenden Menschen viel Angriffsfläche für Keime bot, war es gerade zu logisch, dass wir uns am International Desk der Hauptstadtklinik von Menorca wiederfinden. Ab Besuch Nummer zwei waren wir bekannt („la familia muy grande“). Ich mag es, wenn mich Kellner oder Ärzte als guten Gast begrüßen… Mittelohrentzündung, Bronchitis, eklige Ekzeme, sonstige allergische Reaktionen, Fieber – alles dabei.
Die schiere Masse der miturlaubenden Menschen ermöglichte uns auch selten, dass alle in einem Auto Platz finden. Ich muss sagen, der Taxiruf auf Menorca ist überraschend verlässlich. Und äußerst kulant – man verzichtet einfach auf Kindersitze…

Menorca 2019 – eine Wucht. Eine Macht.

Der Urlaub war wunderbar. Wild, erholsam, laut, ruhig. Ich forderte die ortsübliche Siesta mit totaler Stille von 14.00h-16.00h. Zu dieser Zeit war Mami nicht ansprechbar, der Pool nicht beschwimmbar. Jeder musste schlafen oder lesen. Danach waren Alle ausgeruht… Dann waren wir eine Macht. Am Strand, im Supermarkt, im Lokal, in der Klinik, am Flughafen. Besonders aber im Flugzeug. Wir fielen auf. Sichtbar, hörbar. Beim Check-In knallte der Mann der Dame sieben Pässe entgegen. Dieselbe Dame erwartete uns am Gate – ihre Kollegin erstarrte ob der Menge an gleichzeitig zu kontrollierender Pässe und Boardingpasses. Sie fragte „Quantos son?“ Antwort „No sé. Son muchos…“ Sie ersparten sich die Durchsicht. Es genügte, dass wir Alle blond sind.

Ja Menorca, wir kommen wieder. Nächstes Jahr. Und übernächstes Jahr. Alle…

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