Erwachsene

Zika, Trump und Hurricane Matthew – und dennoch mega-MIAMI-großartig !!!

12. Oktober 2016

Mücken, Verrückte und ein Wirbelsturm – I LOVE MIAMI

Seit rund drei Wochen sind wir hier, in Downtown Miami. Im 41. Stock, am Meer. An einer Zugbrücke, die aufgeht, wenn die Yacht zu groß ist. Und hier ist alles groß – zumindest größer als in München. In den USA ist man extremer. Hier ist auch ein Mückenstick (Zika-Virus) gefährlicher. Und Politiker sind verrückter… Zugegebermaßen ist so eine Debatte zwischen Trump und Clinton für mich wie ein großes Satire-Stück (ich glaube immer noch, das kann doch nicht wirklich wahr sein…), für die US-Bürger ist es hingegen Ernst. Es ist Niveau „Locker-Room“-Ernst ist… Das war mein Lieblingssatz von Trump in der letzten Debatte. Seine Aussagen, man könne Frauen zwischen die Beine greifen, wenn man berühmt ist, seien nur „locker-room-talk“ gewesen. Und doch nicht ganz so Ernst gemeint… Mittlerweile laufen Trainer und Athleten Sturm, das man sie verunglimpgen würde mit dem Ausdruck „locker-room-banter“ und dem dazugehörigen Inhalt, denn nicht in jedem Locker-Room wird so gesprochen… Auf Nachfrage meinte er doch wirklich, KEINER in der Welt „has more respect for women than me“… Irritierend war nicht nur der Inhalt, sondern auch der immer wiederkehrenden Schwenk zu Frau Melania, als die Frage (immer wieder) kam, ob der Trump nun Frauen respektiert oder nicht. Oder Ausländer. Wie mag es denn wohl sein mit Frauen, die aus dem Ausland kommen… Immerhin hat eine davon ihn schon mal um rund 25 Millionen US Dollar erleichtert. Da sage ich: da respektier ich doch die Ivana! Die andere ausländische Ehefrau wollte am Sonntag wohl ab und zu zustimmend lächeln – das Botox erlaubt ihr dies aber nicht. So blieb sie mit versteinerter Miene wieder mal ausdruckslos. Freilich will sie gerne davonlaufen, nachdem nun jeder weiß, dass der Donald sie kurz nach der Hochzeit mit Nancy O’Dell betrügen wollte – aber die Aussicht First Lady zu werden ist für jemanden ohne ordentlichen Abschluß, der gerne Reden kopiert ja auch nicht so schlecht.

Der Hurricane: „This is going to kill you“

Und dann hatten wir ja auch noch einen ganz anderen Wirbelsturm: Hurricane Matthew… Wir sahen die Ausläufer über uns: Massenhaft Regen und dunkle Wolken, die sich über unseren Kopfen im Kreis drehten. Und nur erahnen ließen, wie das wohl näher am Auges des Sturm so sein könnte. Wir waren vorbereitet… Für einen drei Tage Lock-In – mit drei Kindern. Die Balkonmöbel verstaut, das Babybett weg vom Fenster. Alle elektronischen Unterhaltungsgeräte waren aufgeladen – stromlose Ladegeräte ebenfalls zur Hand. Die Badewanne voller Wasser. Lagerbare Fertig-Nudel-Suppe im Schrank. Folglich waren iPad und Magen sicher. Das Auto war vollgetankt. Letzteres habe ich nur gemacht, weil der Mann im Radio das so penetrant forderte. Der Sinn hat sich mir nicht ganz erschlossen – beim Hurricane bitte im Stau stehen!? Andere hatten sich ebenfalls vorbereitet – das resultierte darin, dass die meisten Tankstellen kein Benzin mehr hatten und die, die am Mittwoch noch Miami welches hatten, verlangten acht US Dollar per gallon (die normalerweise rund 2,20$ kostet). Die Supermärkte waren leer – es gab kaum mehr Brot, Wasser oder Milch. Im Radio kamen die Hinweise, welche Läden noch Restbestände an Brot und Wasser verkaufen. Batterien waren ausverkauft – in ganz Miami. Es war verrückt. Die Dame neben mir an der Kasse meinte „This is worse than Venezuela“. Sie kannte sich aus. Alle öffentliche Einrichtungen blieben am Donnerstag geschlossen. Nichts ging mehr. Shep Smith, der Wetter-Mann von FOX sagte : „This moves 20 miles west, you and everyone you know are dead. And your kids die too!“ In der BILD sprach das Wendler von den Gefahren des Wirbelsturms in „seiner Wahlheimat Miami“ und kündigte an wegen Matthew und der ebenfalls gefährlichen Klimaanlagen nach Dinslaken zu fliehen. Guter PR-Aufhänger, um mal wieder etwas von sich hören zu lassen – die gefährlichen Klimaanlagen allein hätte eventuell nicht gereicht… Es wurde gewartet, gehofft. Auch dass der Wendler einfach geht. Und dann kam die Erleichterung für Miami. Das Auge von Matthew ist östlich vorbeigezogen. Der Wendler ist weg. Wir wurden verschont… Shep Smith wurde abgestraft.

Going back to our normal unnormal life…

Und dann lief wieder Alles. Die Aufzüge wurden wieder angestellt (auch ein Grund, warum wir für über 36 Stunden nur in der Wohnung blieben – ich steige doch nicht 41 Stockwerke mit drei Kindern, wenn es nicht unbedingt unbedingt unbedingt sein muss…) – die Cool Towers wieder angeworfen. Es fuhren wieder Autos, der Himmel war wieder blau. Die Schule war am Freitag immer noch Miamigeschlossen. Also gingen wir in die Mall. Und zum Bowlen. Und am Samstag an den Strand – zum Ocean Drive. Ein Schaulaufen der Extraklasse. Die Autos, die aufgebrezelten wannabe-WAGS, die testosteron-gesteuerten Homies – und immer wieder die riesengroßen Hintern… Allein das Zuschauen macht Spaß. Das Meer vor der Nase, große große-Hintern-machenden-Burger in der Hand, die Sonne überm Kopf. Der Sturm vorbei. Die Kinder glücklich Muschel-sammelnd.  Ja, das ist es, das Leben hier… Ein bisschen Beach, ein bisschem Meer, ein bisschen Essen, ein bisschem Aufregung bei Wirbelsturm im 41. Stock und viel Spaß und Freude. Wir haben uns an den Miami-Life-Style gewöhnt. Wir leben ihn – WE LOVE IT…

Und nicht nur wir lieben Miami – auch die deutsche Top-Prominenz aus Show, Wirtschaft und Rummelplatz ist hier glücklich – wie ein Wendler, eine Ex-Becker-Pocher (hier übrigens Zumba-Vortänzerin), eine nur-Ex-Becker, eine Ex-Yotta und eine Ex-Wollersleben… Ich gehöre eindeutig hier her!!!

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1 Comment

  • Reply Die Wahl. Frau Merkel und das Kind. Wer ist Zukunft? 22. September 2017 at 10:33 am

    […] genau einem Jahr verbrachten wir eine großartige Auszeit in Miami. Dort durften-mussten wir auch Zeitzeugen eines Hurricans und der Wahl eines Trumps werden. Mein […]

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